Of Thoughts and Swords

A blog about Science, Philosophy, Wargaming, Literature and other things, in three or more languages.

Almost healthy again and next part of story (still German)

Tag 7

Hǎiān warf sich den Rucksack auf den Rücken und nahm die letzte Tasche in die Hand. Sie bedauerte etwas ihr Quartier räumen zu müssen. Sie hatte protestiert, aber die Befehle des Fasans waren eindeutig.

Sie sah zu als zwei Wachmänner der Station den Körper ihres morgendlichen Angreifers nach draußen hievten. Das Attentat auf sie hatte den Befehl ausgelöst in die Wachzentrale umzuquartieren.

Zu Hǎiāns Glück hatte noch niemand ihre Tarnung durchschaut sonst wäre der Angreifer besser vorbereitet gewesen. Vibouls Anwesenheit hatte auch geholfen, allerdings war nun erstmal Schluss mit ihren kleinen Stelldicheins, in der Wachzentrale würde sie abends keine Kerle mit nach Hause nehmen können. Zu ihrer Überraschung bedauerte sie das.

Auf ihrem Weg zur Zentrale dachte sie darüber nach, während sie geistesabwesend durch die heutigen Nachrichten las. Die letzten Tage hatte sie Kamizunas Lebensstil gekostet, wenn auch nur kurz, so war er doch sehr berauschend. Die tägliche Gewalt, und davon gab es genug seit sie auf den Spuren von Yongs Komplizen waren, wechselte mit der entfesselten Sexualität wann immer sie ein paar Stunden frei hatte. Freigestellt war sie allerdings nur zum schlafen, daher hatte sie nicht viel davon bekommen die letzten Tage. Jedoch fühlte sie sich sowohl wach als auch lebendig und zufrieden. Hǎiān begann wirklich Kamizuna zu verstehen.

Die Nachrichten waren erneut unbedeutend, ebenso wie die der letzten Tage. Sie ermahnte sich zur Geduld, nach all der Zeit fiel ihr dies recht leicht. Sie würde ihn schon kriegen. Obwohl sie in Gedanken und Maya verloren war so bemerkte sie doch die angespannte Situation auf der Station. Die meisten Leute an denen sie vorbeikamen waren auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause. Kaum jemand verbrachte noch Zeit im kommerziellen Bereich. Der Fasan wusste wie man eine Atmosphäre der Bedrohung aufbaute, bald würde es hier überkochen.

In der Station angekommen führte ihr Comlog sie in ihr neues Quartier. Es war eine 17 m² Stube mit vier Spinden und zwei Etagenbetten. Auf dreien davon lagen Taschen oder Gegenstände, nur das obere Bett nahe der Tür war noch frei. Sie stellte ihre Tasche zunächst vor den letzten Spind und betrachtete die anderen Gepäckstücke im Raum. Zwei waren offen, ein Teil ihres Inhalts lag verteilt auf dem Bett oder war schon in den Spinden verschwunden. Die dritte Tasche war verschlossen und das einzige außerhalb war die Schleppe der Bào. Sie merkte sich die Namen der Taschen und ordnete sie den Profilen zu die ihr vorlagen. Wie erwartet war ihre Verstärkung nun mit drei Tagen Verspätung endlich angekommen. Ihr Ziel rückte damit hoffentlich bald in Reichweite.

Ihre Uhr zeigte 0800 lokale Zeit, bis zum Briefing war also noch etwa Zeit. Sie warf Tasche und Rucksack in den Spind bevor sie den Raum wieder verließ. Auf dem Weg in die Kantine überflog sie die Profile ihrer drei neuen Kameraden. Sie bildeten eine reguläre Bào-Einheit, allerdings eine erst recht kürzlich zusammengestellte. Ihre gemeinsame Felderfahrung war daher begrenzt, das war gut.

In der Kantine traf sie dann auch wie erwartet alle drei an.

Die gewöhnlichen Polizisten und Wachsoldaten machten einen großen Bogen um den Tisch der drei, was zu einer fast leeren Kantine führte. An dem ihr nächsten Ende des Tisches saß Hóng Bái mit seinen schwer zu übersehenden blonden Haaren. Die Haare waren künstlich implantiert nachdem seine echten bei einem Einsatz abgebrannt waren. Er war der jüngste der Truppe und diente erst seit zwei Jahren bei den Bào. Er saß konzentriert über der Pflege seines Scharfschützengewehres, offenbar hatte noch keiner sich getraut ihm zu sagen, dass dies der falsche Ort dafür ist. Hǎiān sah wie sein linkes Auge in ihre Richtung huschte als sie eintrat. Er schenkte ihr keine Beachtung, ebenso wie sie es erwartet hatte. Bái galt als ruhig und präzise, gute Eigenschaften in einem Scharfschützen. Nach seiner Akte war er aber empfindlich was seine gemischte koreanisch-mandschurische Abstammung betraf.

Am anderen Ende des Tisches saßen Zhèng Huāng und Wēn Mĭn Guàn in eine Unterhaltung vertieft. Eine lautstarke Unterhaltung. Huāng war langgewachsen aber drahtig und schien ebenso unkultiviert wie sein Name vermuten ließ, schließlich hatte er sich ihn selbst gegeben. Laut Akte war er grob, aufdringlich, brutal und sehr entschlossen. Selbst für einen Bào hatte er eine lange Liste an Anklagen und Aktenvermerken. Seine pechschwarzen Haare unterstrichen seine Han Vorfahren auch wenn er einfach zu groß wirkte. Seine blauen Augen wirkten gierig, aber aufmerksam als sie eintrat. Als sich ihre Blicke trafen wusste Hǎiān, dass sie mit ihm aneinandergeraten würde.

Mĭn Guàn schien eine unscheinbare Frau zu sein, besonders in der Gegenwart des lautherzigen Huāng. Sie war nicht sonderlich groß, dafür aber kompakt gebaut ihre Züge trugen die scharfen Augen ihrer vietnamesischen Herkunft. Eine Herkunft auf die sie laut Akte recht stolz war. Ihre grauen Augen folgten Hǎiān wachsam durch den Raum. Sie war die Dienstälteste der dreien, auch wenn ihre Aufnahme in die Reihen der Bào erst vor kurzem erfolgt war. Mĭn Guàn wägte stets genau ab wann sie gewalttätig werden konnte und daher war ihre Akte vergleichsweise sauber. Auf sie würde Hǎiān Acht geben müssen, dennoch konnte sie sich ein Lächeln ob ihres Namens nicht verkneifen.

Ein kurzes Nicken in die Richtung der drei gebend begab sich Hǎiān zunächst zur Essensausgabe. Sie spürte wie dir Blicke der drei ihr folgten, aber das Gespräch wurde kein Stück leiser dadurch. Die anderen Soldaten machten um sie ebenso einen Bogen, daher hatte sie viel Platz und Zeit sich für eines der heutigen Gerichte zu entscheiden. Kamizunas Geschmack folgend nahm sie gebratenen Fisch, also in Fischform gepresste Proteine um genau zu sein, zu Reis und Suppe. Mit dem Tablett in der Hand marschierte sie zum Tisch der Bào. Abstand zu den Einzelteilen des Gewehrs haltend setzte sie sich ungefragt neben Wēn. Die andere Frau bedachte Hǎiān mit eine scharfen Blick der alles über ihr Abscheu gegenüber Japanern verriet. Zhèng auf der anderen Seite musterte sie offen lüstern und feindselig.

Nĭhǎo, Chào, Annyeong Haseyo, Tóngpáo.“

Nachdem sie alle drei in deren Muttersprache begrüßt hatte fing sie an zu essen. Wēn hob eine Augenbraue sie schien zumindest etwas beeindruckt, Hóng ignorierte sie bis auf ein kurzes Nicken, während Zhèng nach einer kurzen Pause in Lachen ausbrach.

Sieht aus als hätten wir ein kleines Sprachgenie unter uns.“

Hmpf, freu dich nicht zu früh, ein paar Worte lernen ist einfach.“

Nachdem Wēn das geschnaubt hatte wandte sie sich wieder von Hǎiān ab und widmete sich ihrem eigenen Essen.

Weit rumgekommen?“

Hǎiān zuckte mit den Schultern.

Ein wenig.“

Es bereitete ihr inzwischen keine Schwierigkeiten mehr mit Kamizunas japanischem Akzent zu sprechen. Sie spürte die Feindseligkeit die Wēn bei dieser offensichtlichen Betonung ihrer japanischen Herkunft ausstrahlte. Zhèng schien etwas enttäuscht.

Dabei haben wir so gut angefangen. In all den Jahren keine Zeit gehabt sauber sprechen zu lernen?“

Hǎiān vermied eine Reaktion auf diese offensichtliche Beleidigung zu zeigen.

Ich hab nie einen Grund gesehen, bisher hat noch jeder meine Fäuste verstanden.“

Sie widmete sich wieder ihrem Essen.

Zhèng lachte auf während Wēn sie lediglich scharf beobachtete.

Schneid hast du ja, wir werden ja sehen wie gut du dich draußen hälst.“

Sie sah ihn erneut an.

Ich bin auch gespannt ob du mehr kannst als reden.“

Auch diesen Kommentar lachte er weg, sie konnte hören wie Hóng sein Gewehr wieder zusammensetzte. Eine kurze Pause folgte.

Wie auch immer, bereit unter meinem Kommando zu arbeiten?“

Hǎiān ignorierte den Kommentar und aß in Ruhe weiter, das schien Zhèng zu ärgern. Er griff nach ihrem Essen.

Mit einer raschen Bewegung rutschte sie seitlich auf der Bank entlang und brachte ihr Essen aus seiner Reichweite.

Ha, die Kleine Japse ist aufmüpfig.“

Zhèng richtete sich wütend auf.

Was erlaubst du dir eigentlich?“

Hǎiān richtete sich ebenfalls auf behielt aber ihre Reisschüssel in der Hand. Sie starrte ihm direkt in die Augen. Sein Zorn war sichtbar, sie funkelte zurück. Die anderen Anwesenden verließen den Raum.

Was erlaubst du dir eigentlich?“

Mit ihrer informellen Ansprache fachte sie seine Wut nur noch an.

Soweit ich weiß hat hier immer noch Agent Cháng hier das Kommando und nicht ein dahergelaufener Bào wie du.“

Sie fuhr fort ihren Reis zu essen, behielt dabei aber den Blickkontakt. Er hatte seine Gesichtszüge nur schwer unter Kontrolle, er schien unentschlossen, dann schlug er ihr die Schale aus der Hand.

Mit einem Schrei setzte er über den Tisch und sprang sie an.

Hǎiān lies sich rückwärts fallen und nutzte seinen Schwung um ihn auf den Boden zu werfen. Dennoch knallte er wuchtig in sie und ihre Brust fing an zu schmerzen. Mit der Rolle mitgehend richtete sie sich sofort wieder auf als er gegen den Tisch hinter ihnen knallte. Sie konnte gerade noch schnell genug die Arme hochreißen um das geworfene Tablett abzuwehren. Sie hielt ihr Adrenalin unter Kontrolle und wartete.

Gegen den Tisch taumelnd bot sie ihm eine Angriffsfläche und er rannte erneut in sie. Ohne Platz zum Ausweichen landeten sie beide hart auf dem Tisch. Sie stöhnte vor Schmerz als sein Gewicht auf ich niederging. Sie zog ihr Bein hoch und rammte ihr Knie in seinen Rücken. Er schrie auf als er nach ihrem Hals griff. Hǎiān schnappte nach seinen Händen und drückte seitlich. Er verlor den Halt und rutschte herab. Zhèngs Kopf knallte auf ihren, Blut floss. Sie konnte seinen Atem riechen und die Lust in seinen Augen sehen.

Er genoss diesen Kampf ebenso wie sie.

Ahem.“

Es war nur leise gesprochen aber es genügte alle Beteiligten auf die Anwesenheit des Fasanen aufmerksam zu machen. Sie lies ihn los und Zhǎng rollte seitlich von ihr runter. Hǎiān tat es ihm nach und stellte sich neben den Chinesen. Beide machten keine Anstalten ertappt auszusehen.

Wie ich sehe haben sie alle sich bereits bekannt gemacht. Begeben sie sich in Uniform, wir brechen in wenigen Minuten auf.“

Ohne ein weiteres Wort verließ der Fasan wieder den Raum. Noch bevor einer der vier sich in Bewegung gesetzt hatte hallte es allerdings noch vom Flur herein.

Vergessen sie nicht aufzuräumen.“

In einem Anflug von Zusammenhalt halfen die anderen beiden Zhèng und Hǎiān beim wiederherstellen des Normalzustandes der Kantine. All dies geschah wortlos, aber die Blicke sagten alles. Dies war noch nicht beendet.

Nach einem kurzen Stopp beim medizinischen Personal, um ihre Fleischwunden flicken zu lassen, begaben Hǎiān und Zhèng rasch in die Stube und zogen sich um. Hóng und Wēn waren bereits umgezogen und ließen die beiden allein, es war auch so schon eng genug in der Stube.

Während all dieser Zeit behielt Zhèng sie im Auge und sein Ausdruck verriet Unentschlossenheit. Sie konnte darin lesen, dass er eines von zwei Dingen mit ihr vorhatte – mit ihr schlafen oder sie umbringen.

Er wusste nur noch nicht welches von beiden.

Tag 7 Fortsetzung

Mit ihren Helmen unter den Armen kamen Hǎiān und Zhèng aus der Stube gehechtet. Den Anweisungen auf ihren Comlogs folgend erreichten sie bald die Waffenkammer.

An der vollautomatisierten Waffenausgabe warteten bereits zwei Pakete. Hóng und Wēn standen am anderen Ausgang des kleinen Raumes und überprüften ihre Waffen.

Der Koreaner hatte seine Waffe zwar bereits in der Kantine bei sich gehabt, aber erst hier hatte er Munition bekommen. Wēn hingegen war mit einem Gewehr bewaffnet worden, dessen unterläufige Schrotflinte sie gerade lud. Der Fasan war nirgendwo zu sehen. Sie ging zur Waffenausgabe

Unter den wachsamen Augen der Kameras trat Hǎiān an den für sie bestimmten Koffer. Neben ihrer Comlog Signatur wurde ihre Retina, Stimme und ein persönliches Passwort überprüft. In Kombination mit den Kameradaten, welche ihr Bewegungsprofil erfassten, genügte dies um das Siegel zu öffnen. Mit einem leisen Zischen öffnete sich der Deckel und gab den Blick auf Kamizunas bevorzugtes Waffenpaar frei.

Hǎiān setzte ihren Helm auf, nach nur einem Augenschlag hatte sie sich an die gefilterte Luft und das erweiterte Sichtfeld gewöhnt. Erst jetzt langte sie in den Koffer.

Zunächst griff sie nach der Schrotflinte. Ein kurzer Blick über die Waffe bestätigte die Auslesung des Zustandes durch ihr Comlog und sie schnappte das erste Magazin an seinen Platz. Sofort wurde die Munitionsanzeige in ihrem Sichtfeld eingeblendet. Sie schlang die Schrotflinte um ihre Schulter. Nachdem das zweite Magazin an ihrem Gürtel Platz gefunden hatte zog Hǎiān die andere Waffe heraus.

Diese war kürzer und eckiger als die Schrotflinte. Der Contender war eine seltsame Waffe. Mit seiner niedrigen Feuerrate war er nicht gut geeignet für lange Gefechte. Seine tödliche Munition und größere Zielgenauigkeit wiederum machten ihn ideal für Reaktionsschüsse, auch gegen gepanzerte Ziele. Nach einer kurzen Überprüfung rammte sie das Magazin hinein, pflichtbewusst erschien auch diese Munitionsangabe auf ihrem Display. Sie ging zu den anderen beiden hinüber. Zhèng gesellte sich ebenfalls dazu, er war ebenso bewaffnet wie Hǎiān. Sie erahnte sein aufgeregtes Grinsen unter dem Helm.

Mit einem Zischen öffnete sich eine bis dahin unsichtbare Tür, angeleitet von den Befehlen des Fasans rückten sie aus. Zhèng übernahm die Führung, Wēn wiederum wartete ab bis Hǎiān den zweiten Platz einnahm, Hóng machte den Abschluss.

Der Gang war schmal und über ihren Köpfen behielten ferngesteuerte Maschinengewehre sie im Auge.

Dies war einer der geheimen Hangargänge, solche gab es in fast allen Einrichtungen der Staatsarmee, um im Notfall schnell Truppen aus oder in die Waffenkammer zu verlegen. Sie wurden jedoch selten genutzt.

Ihr gestriges Briefing sprach von einer einfachen Patrouillenmission, offenbar lag etwas im Argen. Hǎiān war nicht die Einzige die das bemerkte, sie konnte die Verwirrung der anderen förmlich spüren.

Am Ende des Tunnels erwartete der Fasan sie in der geöffneten Laderampe eines Weltraumshuttles. Er winkte sie heran.

Ohne zu zögern liefen die vier in Formation in den Laderaum. Bis auf zwei Bänke an den Wänden war das Shuttle leer. Die Rampe begann sich unmittelbar hinter den Füßen des Koreaners einzuziehen und noch bevor sie sich setzten konnten spürten sie den Antrieb starten.

Hǎiān ärgerte sich, dass sie heute morgen keine Zeit hatte ihre Nachrichten zu überprüfen, sie hasste es im Dunkeln zu stehen.

Setzen!“

Wie befohlen ließen die vier sich nieder und arretierten die Sicherheitsgurte, ihre Waffen hakten sie an Magnethaltern neben ihren Sitzen ein. Der magnetische Impuls der die Stiefel des Fasanen am Boden verankerten war beinahe körperlich zu spüren. Der Agent würde den Flug über stehen bleiben.

Die Gurte schnappten ein und sie begannen sich zu bewegen. Ihr Comlog bekam keinen Zugriff auf die Schiffssysteme.

Wie Miss Kamizuna gerade feststellen musste werden sie blind fliegen. Comlog Kommunikation ist von nun an ebenfalls deaktiviert. Dieser Flug ist inkognito.“

Zhèng sprach als erster, sein Helmlautsprecher nutzend klang seine Stimme etwas hallend.

Wohin geht´s denn Boss? Dürfen wir vor Ort funken?“

Eine kurze Pause folgte.

Sie alle haben gestern Abend ihren Dienstplan gelesen. In diesem Moment befindet sich eine Ködertruppe mit identischen Uniformen auf Patrouille in den oberen Sektoren der Station. Mit etwas Glück werden unsere Ziele ihren Angriff auf diese konzentrieren.“

Hǎiān sah wie Wēn ihre Hand auf Zhèngs Arm legte um ihn zu beruhigen. Die Brust des Chinesen hob sich vor unterdrückter Wut.

Zhèng weiterhin ignorierend ging der Fasan zu jedem einzelnen von ihnen und synchronisierte die Einsatzdaten mit ihren Comlogs. Er kam dabei nur langsam voran weil die magnetischen Sohlen ihn an den Boden banden. Keiner sagte ein Wort bis er fertig war.

Wie alle anderen auch öffnete Hǎiān die Datei sobald sie konnte. Es erschien der Bauplan eines Frachtschiffes. Es war nicht groß, neben den Laderäumen von 10.000 TEU Größe, verfügte es nur über einen Maschinenraum, eine Brücke und ein Minimalquartier. Der Name des Schiffes wurde als „Presto Davac“ geführt. Mit den Schiffsdaten kam ein Dossier.

Hē Lǎi Zhāng, ehemaliger Angestellter des Bergbaukonsortiums Terra mAXA International. Hǎiān kannte die Namen. Das Konsortium diente einst als Front für verdeckte Operationen nahe und auf Dawn, nach den Handelskriegen wurde es allerdings den Wölfen vorgeworfen. Heute existierte es nur noch als Schatten seiner selbst.

Da der Fasan ihnen etwas Zeit gab überflog sie das Dossier erneut. Es war lang und umfangreich, insbesondere die Liste der Verbrechen.

Hē war ein Kundschafter von Terra mAXA gewesen. Er reiste zu potentiell interessanten Ausbeutungsstätten und sicherte sich die Zustimmung der lokalen Anwohner. Natürlich unter guten Bedingungen für das Konsortium. Sein Job beinhaltete auch die Sabotage von Fremdbemühungen oder die Einschüchterung nicht-kooperativer Ansässiger. Er war ein Frontsoldat der miesen Geschäftspolitik wenn man so wollte.

Hē hatte eine lange Ausbildungszeit in panoceanischen Akademien hinter sich bevor er sich von Agenten des Kaiserreichs hatte anwerben lassen. Er war ein rücksichtsloser und gieriger Charakter, zudem war er gut in seinem Job gewesen.

Mit dem Untergang des Konsortiums verschwand er im Untergrund, nur um bald auf den Gehaltslisten der Triaden und dubiosen haqqislamitischen Piraten aufzutauchen. Einmal wurde er auf Bourak verhaftet, allerdings entkam er bei seiner Überführung ins Yu Jing System. Bis heute war nicht geklärt wer ihm dabei geholfen hatte.

Hǎiān atmete scharf ein. Sie hatte nicht gewusst, dass Hē sich hier aufhielt, aber es eröffnete Möglichkeiten. Sie bemerkte wie Hóng sie ansah. Seine Haltung schien zu fragen: Ein alter Bekannter? Hatte er etwas bemerkt?

Zuhören.“

Vier Köpfe wandten sich dem Agenten zu.

Hē Lǎi Zhāng ist unsere primäre Zielperson. Die Presto Davac ist ein umgerüsteter Frachter und versteckt sich derzeit nahe Yán Wǔ. Die Informationen über die Anwesenheit des Schiffes sind neu und könnten sich noch immer als falsch erweisen, seien sie also auf alles gefasst. Ja, Wēn?“

Wie viel Widerstand erwarten wir, Zhǎng Guān?“

Unbekannt, aber ich vermute nicht mehr als fünf oder sechs Matrosen und einige Drohnen. Die Presto Davac lebt von ihrer Unauffälligkeit, daher haben wir sie auch so spät entdeckt. Was gibt es Kamizuna?“

Ich vermute daher dieser getarnte Anflug? Zhǎng Guān.“

Wenn er sich davon herausgefordert fühlte zeigte es in keiner Weise.

Korrekt. Wir werden den nächstmöglichen Ankerpunkt ansteuern und uns einen Weg hinein sprengen. Dieses Schiff geht entweder mit uns oder nirgendwohin. Zhèng?“

Sollen wir Gefangene machen, Zhǎng Guān?“

Maximale Gewaltanwendung ist freigeben auf dieser Mission. Wenn möglich zielen sie auf nichttödliche Körperteile, aber Kubusbefragung ist akzeptabel für unser Primärziel. Unser Ablenkungsmanöver sollte die meisten Kräfte unserer Ziele auf Yán Wǔ binden. Ebenso kreuzt der geplante Patrouillenweg die Hauptzugangsrouten zu den Hangars über welche die Presto Davac beliefert wird. Aus diesem Grund sind keine Verstärkungen zu erwarten.“

Der Agent machte eine kurze Pause. Hǎiān fühlte wie er sie abschätzte.

Sobald wir an Bord sind werden Zhèng und Wēn sich mit der Sicherung des Maschinenraums befassen. Vernichten sie jeglichen Widerstand und versiegeln sie den Raum. Zwei Code 5 Sperren befinden sich unter ihren Sitzen. Danach beginnen sie mit der Säuberung des Laderaums.“

Shi.“

Shi.“

Hóng sie geben mir und Kamizuna Rückendeckung auf dem Weg zur Brücke. Auf dem Weg dahin versiegeln wir die Quartiere. Die nötige Sperre befindet sich unter ihrem Sitz Kamizuna. Nachdem die Brücke gesichert ist treffen wir die anderen im Laderaum. Verstanden?“

Ryōkai.“

Shi.“

Ein leises Knurren von Zhèng war ihr Belohnung genug für diese kleine Ungehorsamkeit. Kamizuna hätte aber dasselbe getan und irgendwie gefiel es ihr. Der Fasan entschied es nicht zu kommentieren, aber er würde es nicht vergessen.

Sie Griff unter ihren Sitz. Eine Code 5 Sperre sah ziemlich harmlos aus. Eine handtellergroße Scheibe mit einem einzigen Knopf in der Mitte. Die Aktivierung war manuell um jegliche Netzmanipulation auszuschließen. Einmal aktiviert würde sie sich magnetisch und mittels eines Extremklebers an jeglichem Untergrund festsaugen. Auf der Unterseite befanden sich zudem mehrere Röhren, gefüllt mit Nanobots diese versiegelten die direkte Umgebung gegen die meisten Umwelteinflüsse. Ebenso verschweißten sie kleine Lücken, wie z.B. Türschlitze.

Lediglich der bei der Produktion eingesetzte Code würde die Sperre wieder lösen. Versuche den Code zu ändern erforderten intensives hacken. Daher auch der Name, durchschnittlich würde diese Sperre fünf Hackern das Hirn rösten bevor sie jemand aufbekommt.

Tag 7 Abschluss

Als das Ruckeln des Andockvorgangs durch das Schiff ging schoss das Adrenalin durch ihren Körper. Ihr Herz schlug schneller, alles schien heller und ihr wurde warm. Es war dieser Moment in dem Hǎiān feststellte wie verwundbar sie sich ohne ihre schwere Rüstung fühlte. Sie war die schwere Umarmung der Panzerung derart gewöhnt, dass ohne sie in den Kampf rennen sich beinahe wie Selbstmord anfühlte. Ein zweites Ruckeln durchfuhr das Schiff.

Die Lampe der Luftschleuse sprang um und öffnete sich. Zischend kam ihnen Luft und Qualm entgegen. Die ersten sprangen hindurch. Hǎiān folgte als drittes. Hinter dem Qualm erwartete sie ein dunkler, niedriger Gang, beinahe rutschte sie auf den abkühlenden Resten der Außenhülle aus, die hinter dem Loch auf dem Boden lagen. Zhèng und Wēn sicherten in beide Richtungen, sie übernahm die linke Seite und zielte auf die nächste Schleusentür. Kurz darauf nahm Hóng hinter ihr Stellung auf und der Fasan folgte ins Schiff.

Rasch baute er ein Kommunikationsnetz zwischen den Comlogs des Teams auf, jetzt wusste sowieso jeder dass sie da waren. Die Positionen der einzelnen Mitglieder des Netzes erschienen auf ihrem Display und der Befehl auf direkten Widerstand zu warten kam mit diesen.

Einige Momente vergingen währenddessen lediglich die Alarmsirene der Presto zu hören waren. Plötzlich wurde es noch dunkler. Hǎiān musste grinsen. Standardprozedur zur Verwirrung und Demoralisierung von Eindringlingen, Dunkelheit verlangsamt die meisten Eindringlinge. Nur waren Bào aber keine gewöhnlichen Eindringlinge. Ohne Verzögerung schaltete ihr Helm sich auf Lichtverstärkung und Infrarot.

Vorwärts.“

Mit einem schnellen Sprint erreichte sie die erste Tür und warf sich gegen die Wand links davon. Der Fasan kam direkt hinterher. Keine Zeit verlierend machte er sich an der Armatur der Tür zu schaffen. Nur wenige Sekunden später hatte er das Sicherheitssystem geknackt und die Tür öffnete sich langsam.

Die Tür war erst wenige Zentimeter auf als Hóng einen Schuss abgab. Irgendetwas explodierte hinter der Tür, eine kleine Flamme leckte durch den Spalt hindurch.

Sicherheitsdrohne eliminiert.“

Die Stimme des Koreaners verriet keinerlei Regung, sie würde ihn gut im Auge behalten müssen.

Als die Schleuse auf war sprang sie als erstes hindurch, der Qualm der zerstörten Drohne wehte noch durch den Gang aber ihr Visor filterte ohne Schwierigkeiten alle Reflektionen aus und gab ihr ein klares Sichtfeld. Bis auf das Wrack schien der Gang leer.

Sie bedeutete dem Fasan nachzurücken.

Nur wenige Sekunden später war er hinter ihr und sie kam aus ihrer Hocke um zur Biegung zu laufen. Der Fasan bezog Stellung an der gegenüberliegenden Wand, während Hóng nachrückte. Laut ihrer Karte müsste hinter dieser Biegung der Eingang zu den Quartieren liegen.

Sie blendete einen fünf Sekunden Countdown in ihr Sichtfeld und sandte diesen an die anderen beiden. Ohne eine weitere Bestätigung abzuwarten schnellte sie um die Ecke als die Zeit abgelaufen war.

Nichts regte sich.

Der Gang schien verlassen, noch nicht einmal eine Sicherheitsdrohne war zu sehen.

Vorsichtig schritt sie vorwärts und ein leises Zischen drang an ihr Ohr. Ein Blick auf den Umgebungsmonitor bestätigte ihren Verdacht. Jemand pumpte Gas in das Belüftungssystem. Sie musste lächeln, das war keine Bedrohung für die Versiegelung ihrer Rüstungen.

Unbeeindruckt ging sie weiter bis sie die Schleuse zu den Quartieren erreicht hatte. Aus den Augenwinkeln sah sie die anderen beiden Stellung beziehen um ihr Deckung zu geben. Ihr Comlog bestätigte deren Positionen, man konnte nie vorsichtig genug sein.

Platziere Sperre.“

Nachdem sie dies gesagt hatte schwang sie ihre Waffe um die Schulter und nahm die Sperre von ihrem Gürtel. Der beste Platz war an der Unterseite, daher kniete sie sich hin. Gerade als sie die Sperre anbringen wollte öffnete sich die Tür.

Ein Moment der Ruhe folgte als Hǎiān auf schwarze Stiefel starrte, deren Träger wiederum überrascht auf sie herabsah. Die Sperre fallen lassend sprang sie mit einer raschen Bewegung hoch und rammte ihren Helm unter sein Kinn. Der Aufprall lies sie leicht benommen werden.

Reflexartig sprang sie einen Schritt zurück und riss ihre Waffe von der Schulter. Etwas hinter ihr stoppte ihre Bewegung. Bevor sie die die Situation analysiert hatte drückte sie den Abzug. Ihr gegenüber hatte sich gerade erst von dem Treffer erholt als ihr Geschoss ihn frontal in der Brust erwischte. Mit geradezu obszöner Klarheit sah Hǎiān sein Gesicht hinter der Scheibe seines Helmes, als das Projektil explodierte. Die Tür schloss sich wieder.

Rasch, die Überbrückung hält nicht ewig.“

Von der Stimme des Fasanen aufgeschreckt drückte sie sich von der Wand ab, gegen die sie gesprungen war und war nach einer schnellen Rolle wieder an der Tür. Die Sperre lag noch auf dem Boden. Mit einer schnellen Bewegung nahm sie sie und rammte die handtellergroße Scheibe auf den Türspalt. Einen schnellen Comlogbefehl später war die Sperre aktiviert. Vorsichtig trat sie einen Schritt zurück und zielte auf die Tür. Noch könnte sie geöffnet werden. Ein gleißendes Licht aus dem unteren Türspalt zeigt, dass die Sperre ihren Dienst getan hatte. Sie nickte in Richtung des Fasan.

Dieser bedeutete ihr den Gang weiter zu gehen.

Waffe im Anschlag tat sie wie geheißen.

Zwei, Status?“

Nähern uns dem Ziel. Haben Widerstand.“

Wēns Stimme wurde untermalt durch das Geräusch an ihr vorbeifliegender Projektile. Hǎiān fragte sich warum der Fasan dieses Gespräch auf einem offenen Kanal führte. Warum wollte er das sie und Hóng mithören?

Zeit bis zum Ziel.“

Etwa zwei Minuten.“

Weitermachen.“

Shi.“

Inzwischen hatte Hǎiān die nächste Schleusentür erreicht, diese führte auf den Gang zur Brücke. Das Touchpad reagierte nicht auf ihre Eingabe. Der Fasan brauchte keine weitere Aufforderung und begann das System zu überbrücken. Sie musste ihm zugestehen, dass er ein formidabler Hacker war. Vielleicht sollte sie ihn im Auge behalten wenn das hier vorüber war, er könnte ein starker Verbündeter werden. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass er nichts mit der Sache zu tun hatte.

Ein lautes Zischen begleitete das Öffnen der Tür und ihrer Umgebungsanzeige nach verschwand das Gas aus der Luft.

Hatten sie ein automatisches Reinigungssystem aktiviert?

Auf jeden Fall wies der neue sich zeigende Gang wieder atembare Atmosphäre auf. Etwas war falsch. Den linken Arm in die Luft reckend stoppte sie die anderen beiden in der Bewegung.

Falle. Hóng wir gehen gemeinsam.“

Keine Antwort. Sie konnte spüren wie er den Fasan um Erlaubnis ansah. Während dessen wechselte sie ihre Waffe und schaltete die Schrotflinte auf Streumodus.

Shi.“

Wenige Schritte später war er an der anderen Seite der Tür. Hǎiān hielt ihre linke Hand mit den hinteren drei Fingern nach oben um ihm zu signalisieren bei zwei um die Ecke zu stürmen. Gleichzeitig blendete sie einen fünf Sekunden Countdown ein, den sie auch an sein Comlog sandte.

Als die Zahl auf zwei fiel sprang sie mit einer langen Rolle an das hintere Ende des Ganges. Sofort peitschten Schüsse durch die Luft. Sie spürte Schmerz in ihrem Bein. Noch bevor sie wieder auf den Beinen war sah sie Mündungsfeuer zu ihrer Linken.

Wieder auf die Beine kommend feuerte sie die ersten Schüsse blind in den Gang bevor sie die beiden Drohnen an der Decke richtig erfasste.

Ein heftiger Schlag gegen die Brust lies Hǎiān taumeln, sie wehrte sich nicht gegen den Schub sondern nutzte den Schwung um eine Rolle rückwärts zu machen. Dabei feuerte sie einen weiteren Schuss in Richtung der Drohnen.

Klar.“

Hóngs Stimme kam klar über die Leitung. Sofort sprang der Fasan in den Gang und sicherte in die Richtung hinter Hǎiān, als diese wieder auf die Beine kam. Unerwartet ging sie wieder zu Boden, ihr linkes Bein wollte ihr Gewicht nicht tragen. Jetzt kam auch der Schmerz. Sie fluchte laut auf Japanisch.

Kamizuna. Status.“

Ich bin getroffen.“

Mühsam richtete sie sich gegen die Wand des Ganges. Blut sickerte aus ihrer Schulterwunde, aber nur kurz dann hatte ihre Panzerung sich umgeformt und die Wunde abgedeckt. Ihr Bein wurde steif, auch hier hatte die Blutung bereits aufgehört.

Können sie laufen?“

Bu Shi, Zhǎng Guān.“

Hóng geben sie Kamizuna ihre Waffe.“

Was?“

Sie haben mich gehört.“

Die beiden tauschten ihre Plätze und mit einer sehr unwilligen Körperhaltung übergab Hóng ihr sein Scharfschützengewehr. Sie öffnete einen privaten Kanal.

Ich werde gut drauf achtgeben.“

Gib lieber gut auf uns acht damit.“

Werde ich.“

Er nahm die Schrotflinte vom Boden auf und zog ihr dann den Contender von der Schulter. Hǎiān renkte ihr taubes Bein in eine aufrechte Position und nutzte es als Armstütze um auf die Schleusentür zur Brücke zu zielen. Der Schmerz war erträglich. Das Gewehr verband sich mit ihrem Comlog und ihr Sichtfeld teilte sich in eine Nah- und eine Fernansicht, wobei die zweite ein Fadenkreuz enthielt.

Kamizuna sie geben uns Deckung während wir die Brücke stürmen.“

Shi.“

Zwei, Status.“

Versiegelt, auf dem Weg in den Frachtraum.“

Weitermachen.“

Mit einer Geste rief er Hóng an seine Seite und die beiden liefen zur Brückenschleuse. Sofort machte der Fasan sich daran die Türversiegelung zu knacken. Einige Sekunden vergingen. Hǎiān schaltete ein wenig zwischen den Ansichten hin und her, ihr letzter Einsatz als Scharfschütze war schon sehr lange her. Noch bevor sie sich richtig dran gewöhnt hatte sprang die Tür in ihren Rahmen und gab den Blick auf die Brücke frei.

Vielmehr hätte freigegeben wenn nicht stattdessen eine große Qualmwolke auf den Gang gedrängt hätte. Sie musste grinsen als ihr Visor kompensierte und die heraus huschende Gestalt sich klar abzeichnete. Per Augenzwinkern wählte sie ihre Munition. Das automatische Zielsystem bedeutete ihr den perfekten Zeitpunkt zum abdrücken. Ihr Ziel stolperte mit einem lauten Schmerzensschrei gegen die Wand des Ganges. Der Fasan verlor keine Zeit und schlug ihn bewusstlos.

Guter Schuß Kamizuna. An alle Primärziel gefasst.“

Vielleicht sollte sie öfters wieder zu Waffen mit langer Reichweite greifen, sie hatte ganz vergessen wie einfach das Leben doch sein kann.

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This entry was posted on January 30, 2015 by in Writing and tagged , , .
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